{"id":254,"date":"2022-09-11T22:44:33","date_gmt":"2022-09-11T20:44:33","guid":{"rendered":"https:\/\/madeira.opa.cool\/?p=254"},"modified":"2022-09-11T22:48:53","modified_gmt":"2022-09-11T20:48:53","slug":"nach-funchal-der-blumen-wegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/madeira.grasser.me\/?p=254","title":{"rendered":"Nach Funchal der Blumen wegen"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute regnet es. Richtig.<br>Wir beschlie\u00dfen daher, um nicht wieder kilometerweit gehen zu m\u00fcssen, das mit recht so ger\u00fchmte Bussystem zu benutzen.<br>In kaum einer Viertelstunde Fu\u00dfmarsch ist die erste Station der Verkehrsbetriebe Funchal zu erreichen und dann geht es preiswert und schnell ins Stadtzentrum. Soweit die Theorie.<br>In der Praxis ist sich Google und Uschi nicht einig, welche Linie und welche Haltestelle und wohin eigentlich zu benutzen ist. Um es vorwegzunehmen: Uschi hat gewonnen. Wir warten eine Viertelstunde an einer Station, die wegen einer Stra\u00dfensperre gar nicht angefahren wird. Freundliche M\u00fcnchner Touristen, bereits seit Stunden auf der Suche nach einer anderen Busstation weisen uns auf diesen Umstand hin, und au\u00dferdem haben sie da oben in der Kehre einen Bus stehen gesehen. Der ist nat\u00fcrlich weg bis wir da oben sind, und da der n\u00e4chste Bus erst in einer Stunde &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; wieder f\u00e4hrt, tritt man einen flotten Marsch in Richtung des Stadtzentrums an, um eine andere Linie an einer anderen Haltestelle nach irgendwo anders hin zu erwischen.<br>Am Ende des Tages haben wir es endlich kapiert: Man darf nur nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort wollen. Das leistet dieses vollkommen erratische Bussystem, wo hunderte Linien von \u00fcberall nach nirgendwo fahren, nicht. Sonst ist es ein riesen Spa\u00df, sich mit den Bussen steilste und enge Stra\u00dfen hinauf und hinunter zu bewegen. <br>Und au\u00dferdem geht man sehr viel zu Fu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Funchal selbst ist irgendwie eine Entt\u00e4uschung.<br>Nachdem man eine der h\u00e4sslichsten Hotelzonen der Welt passiert hat, die die Bananenplantagen allm\u00e4hlich vollst\u00e4ndig verdr\u00e4ngt, kommt man ins Stadtzentrum. Dieses ist halb verfallen, halb wird es gerade auf- und umgebaut, alt neben neu und nur wenige wirklich sch\u00f6ne Bauwerke. Sogar das Portugiesische Zuckerb\u00e4ckerbarock ist auf den Azoren eigentlich sch\u00f6ner.<\/p>\n\n\n\n<p>Auffallend die wirklich vielen Bettler und Obdachlosen.<br>Da Sonntag keine Markthallen ge\u00f6ffnet. Da Regen auch keine Korbschlittenfahrt von Monte herunter (weils es anscheinend bei N\u00e4sse nicht dabremsen, schade eigentlich, w\u00e4r mal spannend).<br>Also rauf zum Botanischen Garten. Und der macht seinen Ruf als einer der sch\u00f6nsten G\u00e4rten der Welt alle Ehre. Wirklich zauberhaft, obwohl eigentlich schon etwas sp\u00e4t im Jahr f\u00fcr Bl\u00fctenpracht.<br>Wir sind mit Funchal wieder vers\u00f6hnt, st\u00fcrzen uns mit einem zuf\u00e4llig vorbeikommenden 31A Bus wieder den Abgrund in die Stadt hinunter, besichtigen schnell noch die Kathedrale und die Fliesenbilder vorm Cafe Ritz, die aussehen, als w\u00e4ren sie in Delft gefladert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann bringt uns ein Bus der Linie 3 mal in M\u00e4andern, mal im Zickzack \u00fcber unbekannte Berge und ungenannte Vororte nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Abendlicher H\u00f6hepunkt das Fischessen im Ort: Papageienfisch von erlesener K\u00f6stlichkeit, davor Napfschnecken im Pfandl und danach den Passionsfruchtpudding.<br>Ja- Fische mag es auch in Wels geben. Aber keinen frischen Papageienfisch und Napfschnecken schon gar nicht.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute regnet es. Richtig.Wir beschlie\u00dfen daher, um nicht wieder kilometerweit gehen zu m\u00fcssen, das mit recht so ger\u00fchmte Bussystem zu benutzen.In kaum einer Viertelstunde Fu\u00dfmarsch ist die erste Station der Verkehrsbetriebe Funchal zu erreichen und dann geht es preiswert und schnell ins Stadtzentrum. 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